Geschichte des Johannisbergs

Der Johannisberg ist eine markante Erhebung

direkt bei Bad Nauheim. Auf den Wegen und der Straße dorthin, als Wanderer, Spaziergänger, mit dem Rad, Motorrad oder dem Auto, erreicht man mühelos von Bad Nauheim aus das Restaurant – Cafe – Hotel „Johannisberg“. Von hier aus hat man einen wundervollen Blick auf die Stadt und die umliegende, hügelige Landschaft, teils bis zum Vogelsberg. Unzählige, gut befestigte Wege durch den Wald mit alten knorrigen Eichen, sowie Wiesen und Felder (und kleinem Weinberg) laden zu Spaziergängen oder auch größeren Wanderungen ein.

Der Berg hatte schon immer eine magische Anziehungskraft: Für die Kelten war es ein heiliger Berg und die Römer sicherten mit einem Erdwall das steil abfallende Gelände und bauten einen Wachturm. So hatten sie eine Sichtverbindung zwischen dem Limes und dem Kastell Friedberg und konnten eventuellen Germaneneinfällen vorzeitig begegnen. Für das spätere Christentum war alles Vorchristliche „heidnisch“ und so wurde – wie auch anderswo – eine Kirche erbaut, die man Johannes dem Täufer weihte und gab somit dem Berg seinen Namen. Später, in den Wirren der Reformation, wurde diese aufgegeben und lange als Stein-bruch missbraucht. Nur der Kirchturm blieb erhalten.

von heilig bis magisch

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Nauheim aufgrund seiner Solequellen – die übrigens bereits die Kelten zur Salzgewinnung nutzten – zu einem Heil- und Erholungsbad der „feinen Gesellschaft“. Bereits 1856 entstand das erste Restaurationsgebäude. Die alte Kirchturmruine – in unmittelbarer Umgebung des Restaurants – wurde damals zum Aussichtsturm umgebaut.

Viele berühmte oder auch weniger berühmte, aber wohlhabende Gäste kamen nach Bad Nauheim und kehrten nach einem Spaziergang gerne auf dem Berg beim Gastwirt König ein. Berühmte Gäste, das waren hauptsächlich reiche, adlige Frauen, wie z.B. die österreichische Kaiserin Elisabeth, heute besser bekannt unter dem Namen „Sissi“, sowie die russische Kaiserin Alexandra und die Ehefrau Kaiser Wilhelms II., Auguste Viktoria. Auch Bismarck, der „eiserne Kanzler“, hielt sich ebenfalls längere Zeit in Bad Nauheim auf. 1933 wurde das völlig veraltete und mehrmals verbaute Holzgebäude auf dem Johannisberg abgerissen und durch einen heute unter Denkmalschutz stehenden Steinbau ersetzt.

Wollte man etwas über prominente Besucher Bad Nauheims in alter und neuerer Zeit schreiben, ergäbe dies ein dickes Buch. Ein berühmter Gast sollte aber auf jeden Fall noch Beachtung finden:
Heute ist Bad Nauheim bekannt als die weltoffene Gesundheitsstadt im Grünen mit einem vom Jugendstil geprägten Stadtbild. Neben ausgezeichneten medizinischen, sportlichen und kulturellen Angeboten erwarten den Gast weltweit einmalige Kuranlagen, Sprudelhof und Trinkkuranlage, die zu den größten geschlossenen Jugendstilanlagen der Welt gehören. Mit 15 Kliniken verschiedenster Fachrichtungen ist Bad Nauheim zum medizinischen Kompetenzzentrum auf Weltniveau avanciert. In neuerer Zeit wurde die Stadt durch viele bemerkenswerte Ereignisse bekannt. So etwa die traditionellen Besuche von Angehörigen des saudi-arabischen Königshauses (WM-Fußball-Freundschaftsspiel gegen eine Stadtauswahl) und die 4. Hessische Landesgartenschau 2010 mit der Bewerbung „Welcome 2011“, der Initiative zur Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs. Übrigens wurden im „Johannisberg“ viele Veranstaltungen geplant, vorbereitet und organisiert.
Der unvergessene King of Rock ´n´ Roll, Elvis Presley. Er kam als Soldat nach Deutschland und lebte in Bad Nauheim von 1958 bis 1960. Hier entstand auch sein weltberühmtes Plattencover zu „A Big Hunk O´ Love“. Eine lebensgroße Bronzeplastik auf der kleinen Fußgängerbrücke über die Usa sowie zahllose Veranstaltungen erinnern an ihn.

Der Johannisberg erwachte zu neuem Leben. Nach gründlichen Renovierungen und langer Pause war es nun endlich wieder möglich, Gastronomie und Hotel zu betreiben.

Wie ging es nun weiter. Zum Leidwesen der Bad Nauheimer Stadtverwaltung geriet das weit über Bad Nauheim hinaus bekannte und beliebte Ausflugsziel „Johannisberg“ nach und nach in einen desolaten Zustand. Alles wirkte ungepflegt. Auch die unmittelbare Umgebung war zugewuchert und unansehnlich. Es war ein Glücksfall, dass Prof. Dr. Johannes M. Peil, ein über Bad Nauheims Grenzen weithin bekannter Sportarzt (u.a. betreute er Michael Schumacher), in den 1990er Jahren sich einer großen Verantwortung stellte: Er kaufte die gesamte Anlage und machte es sich zur Lebensaufgabe, dem Projekt wieder zu neuem Glanz zu verhelfen, was ihm auch gelang. Der Johannisberg erwachte zu neuem Leben. Nach gründlichen Renovierungen und langer Pause war es nun endlich wieder möglich, Gastronomie und Hotel zu betreiben. Zahllose Veranstaltungen, wie z.B. die Bergweihnacht Johannisberg (aufgrund einer Initiative Bad Nauheimer Schulen, Kindertagesstädten und Vereine) wurde initiiert. Und nicht nur das. Zahlreiche große und kleinere Feierlichkeiten konnten jetzt wieder stattfinden. Auch das Tagesgeschäft, wie Essen und Trinken belebte sich zunehmend, bis Corona alles beendete und das Haus geschlossen werden musste. Besonders tragisch: Prof. Dr. Peil verstarb am 24.9.2021.

Nun wird nach rund zwei Jahren, am 1. April 2022, die Gastronomie auf dem Johannisberg wieder eröffnet. Prof. Dr. Peils NachfolgerInnen haben eins von Bad Nauheims „Aushängeschilder“ an die Familie Traband aus Karben verpachtet. Die Trabanden sind keine Unbekannten. Sie haben erfolgreich, über zwölf Jahre lang, das Restaurant „Deutsches Haus“ in Karben betrieben. Küchenmeister Markus Traband, wird zusammen mit seinem Sohn Dominik, der nach Stationen in Bayern und Österreich, in die Heimat zurück kehrt, für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Für den Service ist seine Frau Kerstin, gelernte Hotelfachfrau, zuständig, wobei sie besonderen Wert auf stets freundliche Bedienung legt. Sohn Pascal beabsichtigt, sich während seiner Ausbildungszeit zum Steuerfachangestellten mit um den kaufmännischen Bereich zu kümmern.

Familie Traband aus Karben ist seit April 2022 neuer Pächter

Sie dürfen sich in Zukunft über eine gehobene, gut bürgerliche Gastronomie freuen. In der reichhaltigen Speisen- und Getränkekarte wird sicher für jeden Geschmack etwas dabei sein. Jeder, auch die „kleinen Gourmets“ sollen sich hier wohl fühlen. Nach Tageszeit und Wunsch steht ein umfangreiches Eis-, Kuchen- und Tortenangebot bereit. Die bereits erwähnte, wunderbare Aussicht offenbart sich an warmen Sommertagen im Garten unter den knorrigen Ästen der Platanen oder im Haus, im großen und kleinen Saal. Die ausgedehnten Räumlichkeiten sind auch ideal für private Feiern, Tagungen und Seminare, wobei neun stilvoll eingerichtete Hotelzimmer ebenfalls zur Verfügung stehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Familie Traband

Sie dürfen sich in Zukunft über eine gehobene, gut bürgerliche Gastronomie freuen. In der reichhaltigen Speisen- und Getränkekarte wird sicher für jeden Geschmack etwas dabei sein. Jeder, auch die „kleinen Gourmets“ sollen sich hier wohl fühlen. Nach Tageszeit und Wunsch steht ein umfangreiches Eis-, Kuchen- und Tortenangebot bereit. Die bereits erwähnte, wunderbare Aussicht offenbart sich an warmen Sommertagen im Garten unter den knorrigen Ästen der Platanen oder im Haus, im großen und kleinen Saal. Die ausgedehnten Räumlichkeiten sind auch ideal für private Feiern, Tagungen und Seminare, wobei neun stilvoll eingerichtete Hotelzimmer ebenfalls zur Verfügung stehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Familie Traband

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